Mitarbeit

Interessierte können sich für eine Mitarbeit in der TelefonSeelsorge Oberschwaben-Allgäu-Bodensee als ehrenamtliche Beraterin oder ehrenamtlicher Berater bewerben. Wir beginnen jährlich mit einer Fortbildung, die sich über zwei Jahre erstreckt und an den Grundlagen der Humanistischen Psychologie (Personzentrierte Therapie, Themenzentrierte Interaktion, Transaktionsanalyse, Psychodrama, Gestalttherapie, Systemische Therapie) orientiert ist (ca. 200 Fortbildungseinheiten à 45 min.). Die BeraterInnen verpflichten sich nach der Übernahme in den Dienst für die Dauer von mindestens drei Jahren zur Mitarbeit.

Wir sind als Träger von Qualifizierungsmaßnahmen im ehrenamtlichen Bereich nach § 6 VO BzG BW im Rahmen des Bildungszeitgesetztes Baden-Württemberg seit Mai 2016 anerkannt. 

Ausbildung 2016 - 2017

Informationen über Ausbildung und Dienst ehrenamtlicher MitarbeiterInnen in der TelefonSeelsorge Oberschwaben-Allgäu-Bodensee in Ravensburg

Termine und Anmeldung  zu den Informationsabenden

Bewerbungsbogen zur Anmeldung für die Auswahlgespräche

Sie möchten eventuell in der TelefonSeelsorge mitarbeiten und sich durch die Teilnahme an einem Ausbildungskurs darauf vorbereiten. Wir haben für Sie folgende Informationen zusammengestellt, damit Sie sich im Voraus über Ablauf, Inhalt und Dauer der Ausbildung, aber auch über die Arbeit in der TelefonSeelsorge ein ungefähres Bild machen können.

1.0. Die Arbeit der TelefonSeelsorge

 1.1. Die TelefonSeelsorge Oberschwaben-Allgäu-Bodensee ist eine ökumenische Einrichtung, d.h. gemeinsam getragen von der katholischen und evangelischen Kirche. Neben der hauptamtlichen Leitung sind es ca. 75 ehrenamtliche MitarbeiterInnen, die den Dienst am Telefon rund um die Uhr tun. Der Ort des Dienstes ist ein Raum in Ravensburg. Die MitarbeiterInnen lösen einander täglich in 5 Schichten ab:  um 7.00 Uhr, 11.00 Uhr, 15.00 Uhr, 19.00 Uhr und um 23.00 Uhr.

 1.2. Wer bei uns anruft, tritt also mit einer/einem "Laien" in Verbindung, die/der sich auf diese Arbeit vorbereitet hat, aber keine "Fachfrau"/ kein "Fachmann" im engeren Sinne ist, wie z.B. eine Psychotherapeutin/ein Psychotherapeut, Pfarrerin/Pfarrer, Ärztin/Arzt usw. Wir meinen, dass engagierte Laien, die im Team zusammenarbeiten, sowohl unserem Auftrag am besten gerecht werden, als  auch eine Aufgabe erfüllen können, die einer christlichen Gemeinde obliegt. Bei der Vielfalt der Probleme hat sich die große Arbeitsgemeinschaft mit ihren verschiedenartigen Begabungen bewährt.

 1.3."Die Einrichtungen der TelefonSeelsorge wollen jedem Menschen in Not, Verzweiflung oder Selbstmordgefahr in Achtung seiner Freiheit die Möglichkeit geben, sofort mit einem anderen Menschen Kontakt aufzunehmen, der wie ein Freund bereit und fähig ist, den Anrufenden anzuhören und ein helfendes Gespräch mit ihm zu führen. Alle Hilfe, die die TelefonSeelsorge gewährt, zielt auf Ermutigung zum Leben und auf Befähigung, Lebenskrisen zu bewältigen". (IFOTES - Internationaler Verband für TelefonSeelsorge).

 

2.0.  Die Aufnahme in den Ausbildungskurs

 Für den Dienst in dieser Einrichtung sind bestimmte Voraussetzungen und Willigkeiten nötig. Prüfen Sie bitte selbst, ob Ihnen diese entsprechen.

 2.1.     Als TelefonSeelsorgerin/TelefonSeelsorger brauchen Sie:

a) Zeit:

Ausbildung, Fortbildung, Dienste am Telefon - das kostet unbestritten Zeit, vor allem auch bei Abwägungen die Entscheidung, sich hierfür Zeit zu nehmen.

 b) Belastbarkeit:

Sie werden von Menschen angerufen, die Sie belasten (möglicherweise weil sie ratlos und verzweifelt sind und auch Sie keinen Ausweg aus ihrer Situation erkennen), aber auch von Menschen, die Ihnen "lästig" sind (weil sie immer wieder anrufen und sich nichts "tut", oder weil sie "nur" zum Scherz anrufen oder aus sonstigen undurchsichtigen Gründen).

 c) Lernwilligkeit:

Einfühlsam und wertschätzend, aber auch klar und unmissverständlich reden - wollen Sie dies an sich weiterentwickeln? Dann ist es allerdings auch nötig, dass Sie in den Lerngruppen bereit sind, offen über sich und ihre Grenzen zu sprechen, Ihr Denken, Ihr Empfinden, Ihr Verhalten auch in Frage stellen zu lassen.

 d) Gemeinschaftssinn:

Eine Gruppe lebt von dem, was die Einzelnen hineintragen, nicht nur davon, was sie mitnehmen: Haben Sie Lust, mit uns nicht nur zu lernen, sondern auch zu feiern, zu wandern, Kultur zu erleben? Und sind Sie bereit, sich dafür unter Umständen auch zu "strecken"?

 e) Ausgleich:

Sie brauchen die Fähigkeit und die Möglichkeit, sich von den oft belastenden Eindrücken der Arbeit am Telefon lösen zu können. Haben Sie auch andere, wohltuende Hobbys und Interessen? Trägt auch Ihr sonstiges Leben die TelefonSeelsorge-Arbeit?

 

 2.2. Wir teilen Ihnen diese Anforderungen mit, damit Sie zunächst für sich selbst abwägen können, ob Ihnen dieser Dienst liegt oder nicht. Wir bitten Sie vor allem zu überprüfen, ob Sie die nötige Zeit und den nötigen Raum haben, die dieser Dienst erfordert.

Am Informationsabend möchten wir Ihnen zusätzlich die Möglichkeit bieten, offene Fragen für Ihre Entscheidung weiter zu klären. Wir bieten Ihnen dazu zwei Termine zur Auswahl an:

Dienstag den 12. Januar 2016 um 19:00 Uhr

Mittwoch den 20. Januar 2016 um 19:00 Uhr

Bitte Anmeldformular ausfüllen und sich für eine der beiden Veranstaltungen anmelden.

 2.3  Indem Sie Ihren Bewerbungsbogen ausgefüllt an die:

 TelefonSeelsorge Oberschwaben-Allgäu-Bodensee
Geschäftsstelle
Postfach 1962
88189 Ravensburg

zurücksenden, treten Sie in die Phase der Auswahlgespräche ein, die am Mittwoch, den 17. Februar 2016 ab 09:00 Uhr (je BewerberIn 60’) ebenfalls in der Ökumenischen Ausbildungsstelle, Goetheplatz 8, in Ravensburg stattfinden.
(Bitte einen dieser beiden Termine schon jetzt unbedingt freihalten)

Sie bekommen Ihre persönliche Anwesenheitszeit noch eigens mitgeteilt.

Nähere Auskünfte über die Art und Weise dieser Gespräche erhalten Sie bei dem genannten Informationstreffen.

 2.4. Die endgültige Entscheidung über Ihre Mitarbeit wird am Ende der Ausbildung getroffen. Ein Anspruch auf Mitarbeit entsteht durch die Zulassung zum Ausbildungskurs nicht.

 

3.0. Die Ausbildung

 3.1. Arbeit an der eigenen Person im Beziehungsfeld der Ausbildungsgruppe:

Die Person der Mitarbeiterin/des Mitarbeiters ist der Kern und sozusagen das "Instrument" der TS-Arbeit. Dies bedeutet für sie/ihn ebenso Infragestellung und Neuorientierung der persönlichen Einstellung und Verhaltensweise, wie auch Bejahung und Entfaltung vorhandener Fähigkeiten.

 3.2. Arbeit an der Fähigkeit, Gespräche zu führen:

Die TS-Mitarbeiterin/der TS-Mitarbeiter braucht für ihre/seine Gespräche ein geschultes Gespür für die Beziehung, die sie/er mit der Anruferin/dem Anrufer aufbaut, für die Art der Kommunikation, die sich zwischen ihr/ihm und der Anruferin/dem Anrufer entwickelt, für die Bewältigungsmöglichkeiten, die sich in einem Gespräch abzeichnen.

 3.3. Bearbeitung von grundlegenden psychologischen und theologischen Informationen:

Zum Verstehen menschlicher Schwierigkeiten, aber auch, um sich in Leid belasteten Beziehungen sensibel bewegen zu können, gehört die Kenntnis wichtiger psychologischer und theologischer Problemzusammenhänge.

 3.4. Dauer und Kosten:

  • Der Ausbildungskurs dauert von März 2016 bis Ende 2017 und umfasst rund 85 Ausbildungsstunden im Jahr.
  • Er beginnt mit einem einführenden Tag am Samstag, den 05. März 2016, von 9 bis 17 Uhr.
  • Die weiteren Treffen finden Mittwochs von 18:00 - 21:00 Uhr und Freitag 15:30 - 19:00 und Samstag 09:00 - 12:30 statt.
  • Von Montag 24. - Mittwoch 26.Oktober 2016 finden Kompakttage satt. Bitte prüfen Sie, ob sie sich diese Zeit ganz freihalten können. Je nach Haushaltslage erbitten wir einen Selbstkostenbeitrag von € 50,- für Unterbringung und Verpflegung für diese drei Tage in einem sehr schönen Tagungshaus am Bodensee.

Im zweiten Jahr der Ausbildungszeit werden Sie auch am Telefon eigene Erfahrungen machen, indem Sie bereits zur Ausbildung hinzu 3 Dienste mit übernehmen. Für die Teilnahme an der Ausbildung entstehen Ihnen, bis auf mögliche Verpflegungskosten im Rahmen der Block-Tage, keine Kosten, wir verlangen allerdings dafür im Gegenzug drei Jahre Mitarbeit nach der Ausbildungszeit und machen mit Ihnen dafür einen Ausbildungsvertrag

 

4.0. Die Mitarbeit

 4.1. Eine Arbeitsgemeinschaft von über 80 MitarbeiterInnen muss bestrebt sein, die anfallenden Belastungen möglichst gleichmäßig auf alle zu verteilen. Wir erwarten deshalb von Ihnen mit Beginn des zweiten Jahres:

          - regelmäßige Teilnahme an der weiteren Ausbildung

         - zusätzlich drei Schichten Telefondienst im Monat, wovon

         - eine Schicht alle zwei Monate eine Nachtschicht ist,

         - mindestens drei Jahre Mitarbeit nach der Ausbildung.

 4.2. Zu der Arbeit am Telefon kommt nach der Ausbildungszeit die Verpflichtung jeder Mitarbeiterin/jedes Mitarbeiters, einer Gruppe anzugehören, die sich einmal im Monat trifft. Die Arbeit in der Mitarbeitergruppe dient nach der Ausbildung der Supervision, der Weiterbildung, der gegenseitigen Stützung und Hilfe, dem Zusammenhalt der Mitarbeiterschaft und der Teilnahme an Planungen, die alle MitarbeiterInnen betreffen.

 4.3. Voraussetzung für die Mitarbeit bei der TelefonSeelsorge ist Ihre Verpflichtung zum Schweigen: Wir bitten Sie, Ihre Mitarbeit bei uns "nicht an die große Glocke zu hängen", vor allem aber unbedingt und ohne Wenn und Aber den Ort der TelefonSeelsorge geheim zu halten. Klar ist auch, dass das, was in den Gruppen gesprochen wird, keine sonstige Öffentlichkeit braucht!

Wir hoffen nun, dass Sie mit diesen Seiten mehr Informationen für oder gegen Ihre Bewerbung zur Mitarbeit bei der TelefonSeelsorge erhalten haben.

 Wir grüßen Sie und würden uns freuen, Sie persönlich kennen zu lernen.

TelefonSeelsorge
Oberschwaben-Allgäu-Bodensee

Dr. Gabriela Piber
Leitung

Geschäftsstelle
Postfach 1962
D-88189 Ravensburg
Tel.: +49 (0)751 359777-1

Mail: g.piber @ telefonseelsorge-ravensburg.de
www.telefonseelsorge-ravensburg.de

 
   
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